Bewegung

Bewegungsmangel ist in der Schweiz ein Problem: Über 60 Prozent der Bevölkerung bewegen sich zu wenig oder gar nicht. Frauen und Männer jeden Alters sollten sich täglich mindestens eine halbe Stunde mit mittle-rer Intensität bewegen – also so, dass ihr Atem leicht beschleunigt wird.

Bewegungsmangel manifestiert sich auch am Arbeitsplatz. Beispielsweise sind in der Schweiz heute zwei Drittel aller Arbeitsplätze mit einem Computer ausgestattet – Tendenz steigend. Statische, einseitige Körperhaltungen wie beispielsweise langes Sitzen verursachen über kurz oder lang Beschwerden, die zu Krankheiten und Absenzen führen können. Aber auch bei Fahrzeugführern, Lehrern, beim Pflegepersonal und in vielen anderen Berufen kommt die Bewegung während der Arbeit oft zu kurz.

Bewegungsmangel kann weit reichende gesundheitliche Folgen haben: Verspannungen, Verdauungsbe-schwerden, Übermüdung, Kopfweh, Rückenschmerzen und Fettleibigkeit sind Beispiele dafür. 2,1 Millionen Erkrankungen und 2,4 Milliarden Franken an direkten Gesundheitskosten sind in der Schweiz jährlich auf Bewegungsmangel zurückzuführen.

Genügend Bewegung ist dreifach wichtig: Erstens werden die Risiken der oben erwähnten Krankheiten reduziert. Zweitens werden durch Bewegung Stresshormone abgebaut. Und drittens steigert Bewegung nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Wohlbefinden. Fazit: Ein aktiver Lebensstil trägt zur Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden bei. Die Leistungsfähigkeit wird gesteigert, die Zahl der Absenzen reduziert.

Ein Betrieb kann seine Mitarbeitenden mit Bewegungspausen, freiwilligen Bewegungsprogrammen, dem Mitmachen bei Kampagnen wie zum Beispiel «bike to work» und Aktionstagen zum Thema Bewegung sensi-bilisieren und «aktivieren». Mit der Bereitstellung von Infrastrukturen (z.B. Duschen) und der Schaffung von positiven Anreizen (Velo statt Auto) gelingt es dem Betrieb ebenfalls, einen Beitrag zur Bewegungsförderung zu leisten.