Work-Life-Balance

Der Begriff Work-Life-Balance ist im Grunde etwas irreführend: Er impliziert, dass die Arbeit und das Leben in Einklang gebracht werden sollen – als ob die Arbeit ausserhalb des Lebens stattfinden würde. Da es eigentlich darum geht, die Lebensbereiche Familie, Freizeit und Beruf (Life Domains) in Einklang zu bringen, wird heute zunehmend von der Life-Domain-Balance gesprochen.

Nimmt man eine Einteilung nach der zur Verfügung stehenden Zeit vor, unterscheidet man vier Bereiche: Arbeitszeit, soziale Zeit (Familie, Freunde), private Zeit (Zeit für sich allein) und Regenerationszeit (Schlaf). Kommt einer der drei Bereiche, die das Privatleben tangieren, über lange Zeit hinweg zu kurz, kann dies zu Leistungseinbussen oder Erschöpfungszuständen führen. Die negativen Folgen für den Betrieb sind offensichtlich.

Auch wenn von den Bereichen die Rede ist, welche das Privatleben tangieren: Der Betrieb kann entscheidend zu einer idealen Life-Domain-Balance seiner Mitarbeitenden beitragen.

  • Mit flexiblen Arbeitszeiten, der Möglichkeit von Home Office und der Schaffung von Teilzeitarbeitsstellen. Diese Punkte sind hinsichtlich der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Müttern sowie Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren, sehr wichtig. Sie sind auch ein Vorteil, wenn es darum geht, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen.
  • Mit einer klaren Abmachung bezüglich Erreichbarkeit der Mitarbeitenden. Denn die Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Arbeitsort sowie die Nutzung von neuen Technologien machen die Mitarbeitenden immer und überall erreichbar. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwinden. Mitarbeitende bekunden oft Mühe, nach „Dienstschluss“ von der Arbeit loszulassen. Hier können die Vorgesetzten Abhilfe schaffen, indem sie klar formulieren, welche Erwartungen sie an die Mitarbeitenden bezüglich Erreichbarkeit haben. Hilfreich ist zudem, für Abwesenheitszeiten von Mitarbeitenden die Stellvertretungen klar zu definieren.