Tabakprävention

Seit dem 1. Mai 2010 ist das Gesetz zum «Schutz vor Passivrauchen» in Kraft, welches auch im Bereich des Arbeitsplatzes vieles regelt. So müssen geschlossene Räume, die mehr als einer Person als Arbeitsplatz dienen, rauchfrei sein. Auch in gemeinsam genutzten Räumen (Mehrarbeitsplätze, Gänge, Cafeteria, Fahrzeuge, etc.) darf nicht mehr geraucht werden. An Einzelarbeitsplätzen jedoch ist das Rauchen weiterhin erlaubt. Personen in anderen Räumen dürfen aber nicht durch Rauch aus Einzelarbeitsplätzen belästigt werden. Als Firma hat man zudem die Möglichkeit, Raucherräume einzurichten, die abgetrennt, besonders gekennzeichnet und ausreichend belüftet sind.

Damit ist vieles geregelt, die Umsetzung hat sich eingespielt, die meisten von uns können uns nicht mehr vorstellen, dass es noch bis vor wenigen Jahren anders war.

Dennoch: Es lohnt sich die Tabakprävention im Betrieb weiterhin zu verfolgen, beispielsweise auch um Jugendlichen in der Ausbildung zu unterstützen, Nichtraucher zu bleiben. Wer bis zum 20. Lebensjahr nicht mit dem Rauchen begonnen hat, beginnt mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr (Quelle: Suchtmonitoring Schweiz 2012). Der Fokus soll in dieser Alterskategorie also darauf gerichtet sein, den Einstieg ins Rauchen bei den Lernenden zu verhindern. Fachleute aus der Prävention machen immer wieder die Erfahrung, dass der Einfluss des Ausbildners beträchtlich sein kann. Viele Jugendliche geben an, dass sie nicht beginnen oder gar aufhören würden mit dem Rauchen wenn das vom Ausbildner begrüsst werden würde. Das Projekt «1. Lehrjahr rauchfrei» ist ein kantonales Angebot, welches sich spezifisch an die Lernenden im 1. Lehrjahr richtet und Betriebe bei der Tabakprävention im Ausbildungsbereich unterstützt.

In der Schweiz rauchen zurzeit 25,9% der Bevölkerung ab 15 Jahren. Um die 30% von diesen Rauchenden möchten gerne mit dem Rauchen aufhören (Quelle: Suchtmonitoring Schweiz 2012). Die positiven Effekte eines erfolgreichen Rauchstopps kommen sowohl dem Einzelnen wie auch dem Betrieb zu Gute. Klare Rauchregelungen und Unterstützung beim Rauchstopp zahlen sich aus und führen nachweislich zu mehr Produktivität durch eine Reduktion der krankheitsbedingten Absenzen und weniger Rauchpausen (Quelle: Zahlen und Fakten zu Tabak und Arbeitsplatz; BAG, 2011).

Im Kanton Aargau ist die Lungenliga Aargau die Anlaufstelle Nummer 1, wenn es um Fragen rund um die Tabakprävention oder den Rauchstopp geht. Die folgenden Hinweise und Checklisten, die Vorgesetzte und Mitarbeitende dazu ermutigen sollen, das Thema Tabakprävention im Betrieb aktiv anzugehen, hat das Team der Lungenliga Aargau zusammengestellt.

«Tabakprävention als Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagement ernst zu nehmen, zahlt sich in jedem Fall für alle aus!»

Silvia Loosli
Gesundheitsförderung und Prävention
Fachexpertin Gesundheitsförderung FHA
Lungenliga Aargau