Foto von Wandtafel mit Schriftzug Aktuelles

Führung im Generationenmix

Sechste kantonale Tagung zu Betrieblichem Gesundheitsmanagement im Aargau

Rund 200 Führungskräfte und Personalverantwortliche, hauptsächlich aus dem Kanton Aargau, besuchten die sechste kantonale Tagung zu Betrieblichem Gesundheitsmanagement in Muri AG, um Tipps und Anregungen zum Thema "Führung im Generationenmix" zu erhalten.

Betriebe sehen sich heute mit einer zunehmenden Generationenvielfalt ihrer Belegschaft konfrontiert. Dies führt dazu, dass jüngere und ältere Mitarbeitende in Teams intensiv zusammenarbeiten. Verschiedene Generationen haben unterschiedliche Stärken, Ansprüche, Wissens- und Erfahrungsstände und befinden sich in verschiedenen Lebensphasen – auch was ihre Karrierevorstellungen angeht, oder ihre Lebensthemen ausserhalb der Arbeit betrifft.

"Fähigkeiten erkennen und richtig einsetzen" Dr. Toni Nadig von Dr. Nadig + Partner betonte in seinem Inputreferat, wie sich verschiedene Fähigkeiten im Verlaufe des Lebens verändern. "Entgegen vielen Vorurteilen ist es keineswegs so, dass die Fähigkeiten älterer Mitarbeitenden generell abnehmen. Viele Fähigkeiten nehmen im Alter zu, wie beispielsweise die Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit oder die Urteilsfähigkeit. Wichtig ist, dass Führungskräfte wie auch die Mitarbeitenden selbst diese Fähigkeiten erkennen und richtig einsetzen." Das kritische Hinterfragen und der Abbau von Altersstereotypen sei bei allen Generationen wesentlich, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Wissensaustausch in altersgemischten Teams zu gewährleisten, so Prof. Dr. Doerte Resch von der Fachhochschule 2 von 3 Nordwestschweiz. "Es zählt, dass sich alle Mitarbeitenden mit ihren Fähigkeiten einbringen können – und nicht das Alter", so Resch.

Das Lebensmotto der jüngeren Generation, der Generation Y, "Erst Leben, dann arbeiten", unterscheide sich von dem der Baby-Boomern,"Leben, um zu arbeiten", so Tama Vakeesan, Moderatorin und Vertreterin der Generation Y. Die verschiedenen Sichtweisen und vor allem die vorhandenen Fähigkeiten müssen in einem Betrieb beachtet werden, damit jeder den richtigen Platz im Unternehmen findet. Einen echten Wettkampf zwischen den Generationen auf eine Stelle gebe es aber kaum, weil die verschiedenen Generationen die Attraktivität einer Stelle anders wahrnehmen, so Nadig. So steht einem Miteinander der Generationen anstelle von einem Nebeneinander nichts mehr im Wege.

Verknüpfung von Theorie und Praxis

Paula Langer von der Credit Suisse präsentierte im Anschluss an die Inputreferate das CS-interne General Mentoring Programm. "Durch die Bildung von Tandems von jeweils einem älteren und einem jüngeren Mitarbeitenden wird der Dialog zwischen den Generationen im Unternehmen gefördert", so Langer. Ältere Mitarbeitende profitieren beispielsweise vom IT-Wissen der Jüngeren, umgekehrt profitieren sie vom Netzwerk der erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. So entsteht eine Win-win-Situation und das Programm stärkt die Kultur des Miteinanders und der Wertschätzung.

Abgerundet wurde die Tagung mit einer Diskussionsrunde. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen den Referenten zu stellen. Bruno Bieri sorgte während der gesamten Tagung für den musikalischen Ein- und Ausklang sowie für die Zwischentöne.

Über die BGM-Tagung und den Verein Forum BGM

Die sechste kantonale BGM-Tagung wurde vom Forum BGM Aargau in Zusammenarbeit mit der Aargauischen Industrie- und Handelskammer, dem Aargauischen Gewerbeverband, der Suva sowie dem Kanton Aargau organisiert. Zusätzlich unterstützten Gesundheitsförderung Schweiz, Helsana und Axa Winterthur als Hauptsponsoren sowie weitere Sponsoren die Tagung.

Das Forum BGM ist als Verein organisiert und wurde 2007 von Akteuren der Gesundheits- und Wirtschaftspolitik des Kantons Aargau, engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern, Wirtschaftsverbänden, Banken und Vertretern der Verwaltung und Wissenschaft gegründet. Das Forum BGM im Kanton Aargau setzt sich dafür ein, Wissen rund um das Thema "Gesundheit und Arbeit" zu verbreiten und Arbeitgebende bei der Einführung und Umsetzung von gesundheitsförderlichen Massnahmen am Arbeitsplatz zu unterstützen. Die Aktivitäten des Forums BGM sind eng verknüpft mit dem Schwerpunktprogramm Betriebliche Gesundheitsförderung des Kantons Aargau und sind damit strategisch in die Gesundheits-, Wirtschafts- und Standortpolitik des Kantons Aargau eingebettet.

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